Darum lohnt sich das Meilensammeln 2025 nicht mehr

Darum lohnt sich das Meilensammeln 2025 nicht mehr

Das Sammeln von Flugmeilen war für Vielflieger und Reiselustige lange Zeit eine attraktive Möglichkeit, um die Kosten für zukünftige Reisen zu senken oder luxuriöse Annehmlichkeiten zu erleben, die sonst teuer oder schwer erreichbar wären. In den letzten Jahren jedoch hat sich die Landschaft des Meilensammelns erheblich gewandelt, und 2025 stellt sich für viele die Frage: Ist das Meilensammeln noch lohnenswert? Hier werfen wir einen detaillierten Blick darauf, warum sich das Meilensammeln 2025 aus verschiedenen Gründen nicht mehr im gleichen Maße auszahlt wie früher – und warum es dennoch für bestimmte Personengruppen weiterhin Vorteile bieten kann.

1. Abwertung der Meilenprogramme

Einer der Hauptgründe, warum das Meilensammeln an Attraktivität verliert, liegt in der Abwertung vieler Vielfliegerprogramme. Airlines und Hotelketten überarbeiten ihre Bonusprogramme regelmäßig, oft zugunsten ihrer eigenen Profitabilität und zum Nachteil der Kunden. Dies führt dazu, dass:

  • Höhere Meilenbeträge für Prämienflüge oder Upgrades erforderlich sind.
  • Dynamische Preismodelle eingesetzt werden, bei denen die Anzahl der benötigten Meilen stark an die Nachfrage und den Zeitpunkt der Buchung gekoppelt ist.

Früher waren Prämienflüge für eine bestimmte Anzahl an Meilen nahezu festgesetzt. Heute verlangen viele Airlines für die gleiche Flugstrecke erheblich mehr Meilen, und die Preise können je nach Reisezeitraum sogar weiter schwanken. So kostet ein Inlandsflug innerhalb der USA oder Europa, der vor Jahren vielleicht 12.000 Meilen kostete, mittlerweile 20.000 oder mehr Meilen. Diese Abwertung entzieht den Meilenprogramme ihren ursprünglichen Reiz, da Kunden mehr Meilen für dieselbe Leistung benötigen.

2. Strengere Bedingungen und Verfall der Meilen

Ein weiterer Faktor, der das Meilensammeln weniger attraktiv macht, ist die zunehmende Einschränkung der Nutzungsbedingungen. Einige Programme haben ihre Meilen-Verfallsrichtlinien verschärft oder die Einlöseoptionen weiter begrenzt. Dazu gehören:

  • Kürzere Verfallszeiten: Meilen, die vor einigen Jahren noch unbegrenzt gültig waren, verfallen mittlerweile schneller, oft innerhalb von 18 Monaten oder zwei Jahren, wenn kein regelmäßiger Umsatz auf dem Konto stattfindet.
  • Einschränkungen bei der Einlösung: Viele Prämien sind nur noch für bestimmte Flugstrecken, bestimmte Buchungsklassen oder Reisezeiten verfügbar. Die Verfügbarkeit für „Reward Seats“ (Prämienplätze) ist außerdem oft limitiert, sodass bei beliebten Reisezielen selbst Vielflieger oft leer ausgehen.

Für Gelegenheitssammler wird es durch diese Faktoren zunehmend schwierig, genug Meilen zu sammeln, bevor diese verfallen, oder geeignete Prämien zu finden, für die sich das Einlösen lohnt.

3. Änderungen bei Kreditkarten-Bonusprogrammen

Kreditkarten gehören für viele zum wesentlichen Bestandteil des Meilensammelns. Doch auch in diesem Bereich gab es in den letzten Jahren einschneidende Veränderungen. Viele Anbieter haben:

  • Die Meilen-Boni für Einkäufe reduziert: Früher konnten Nutzer auf jeden Einkauf Prozente an Meilen zurückerhalten. Heute wurden die Quoten in vielen Fällen gesenkt oder auf bestimmte Kategorien beschränkt.
  • Höhere Jahresgebühren eingeführt: Die Kosten für Kreditkarten mit attraktiven Meilenprogrammen sind gestiegen, was für Gelegenheitsnutzer die Rentabilität stark mindert.

Kombiniert mit den restriktiven Bedingungen der Vielfliegerprogramme sind auch die Vorteile der Kreditkarten für das Meilensammeln 2025 weniger attraktiv geworden.

4. Nachhaltigkeitsdebatte und veränderte Reisetrends

In Zeiten von Klimawandel und wachsendem Umweltbewusstsein nehmen viele Menschen eine kritischere Haltung gegenüber Vielfliegerprogrammen ein. Da diese Programme in der Regel stark auf Vielflieger und internationale Reisen setzen, stehen sie im Kontrast zu dem Ziel, den CO₂-Fußabdruck zu reduzieren. Hinzu kommt, dass Remote-Arbeit in vielen Branchen dazu geführt hat, dass Geschäftsreisen zurückgegangen sind. Weniger Flugreisen bedeuten aber auch weniger gesammelte Meilen und machen das Erreichen von Status- oder Prämienzielen schwieriger.

Warum das Meilensammeln 2025 dennoch sinnvoll sein kann

Trotz dieser Herausforderungen und Einschränkungen gibt es nach wie vor gute Gründe, warum das Meilensammeln auch 2025 noch attraktiv sein kann – wenn es strategisch und zielgerichtet eingesetzt wird.

  1. Attraktive Nutzungsmöglichkeiten für Luxusreisende
    Für Reisende, die häufiger interkontinental oder in Business- und First-Class reisen, bieten Meilenprogramme nach wie vor Vorteile. Upgrades von der Economy- zur Business-Class sind oft deutlich erschwinglicher, wenn Meilen eingesetzt werden, und ermöglichen luxuriöse Reiseerlebnisse zu Bruchteilen der sonst üblichen Kosten. Viele Vielfliegerprogramme bieten für höhere Statusstufen exklusive Vorteile wie bevorzugte Sitzplatzwahl, kostenfreie Zusatzgepäckstücke oder Zugang zu VIP-Lounges an.
  2. Sinnvolle Einlösung für regionale Reisen
    Die Abwertung der Meilen für Langstreckenflüge hat viele abgeschreckt, aber für Kurzstrecken und regionale Flüge bleibt das Einlösen von Meilen weiterhin eine lohnenswerte Option. Innerhalb von Europa oder den USA kann man noch immer mit vergleichsweise wenigen Meilen lohnende Flüge buchen – besonders, wenn sie spontan und flexibel genutzt werden können. Für Pendler oder Menschen, die häufig innerhalb eines Landes oder Kontinents reisen, kann das Meilensammeln daher noch wertvoll sein.
  3. Partnerschaften und alternative Einlösemöglichkeiten
    Viele Vielfliegerprogramme erweitern ihre Partnerschaften und bieten vermehrt die Möglichkeit, Meilen bei anderen Anbietern einzulösen, etwa für Hotelaufenthalte, Mietwagen oder Einzelhandelsgutscheine. Diese Flexibilität macht das Meilensammeln auch für Menschen interessant, die weniger fliegen, aber dennoch von den gesammelten Meilen profitieren möchten. Einige Programme bieten mittlerweile auch die Möglichkeit, Meilen gegen Umweltzertifikate oder Spenden einzulösen, was besonders für umweltbewusste Nutzer attraktiv ist.
  4. Zielgerichtetes Meilensammeln mit Kreditkarten
    Auch wenn die Kreditkartenprogramme strenger geworden sind, gibt es weiterhin attraktive Boni für Neukunden und gezielte Sammelmöglichkeiten für bestimmte Ausgaben. Wer zum Beispiel gezielt Meilen sammelt, indem er große Ausgaben auf Meilen-Kreditkarten tätigt oder spezifische Bonuskategorien ausnutzt, kann auch mit wenigen Flügen eine lohnenswerte Meilenbasis aufbauen.
  5. Statusvorteile für Vielflieger
    Für Personen, die beruflich viel reisen, bleibt das Meilensammeln durch die Vorteile eines Vielflieger-Status eine relevante Option. Ein Elite-Status bringt Vorteile wie kürzere Check-in-Zeiten, Zugang zu speziellen Lounges, bevorzugte Sitzplatzvergabe und zusätzliche Gepäckoptionen. Selbst wenn das Meilensammeln weniger für Prämienflüge genutzt wird, lohnen sich die Statusvorteile, die den Komfort und die Effizienz bei Reisen erhöhen.

Fazit: Für wen das Meilensammeln 2025 noch Sinn macht

Ob das Meilensammeln 2025 lohnt, hängt also stark vom individuellen Reiseverhalten und den eigenen Zielen ab. Wer viel und regelmäßig reist, vor allem auf Langstrecken oder in höheren Klassen, kann auch weiterhin attraktive Vorteile aus Meilenprogrammen ziehen. Für den Gelegenheitsflieger und Konsumenten, der weniger oft fliegt, mag das Meilensammeln aufgrund der komplexeren Bedingungen und Einschränkungen weniger lohnend erscheinen. Doch durch gezielte Partnerschaften, alternative Einlösemöglichkeiten und die Flexibilität bei der Einlösung bieten Vielfliegerprogramme auch 2025 noch wertvolle Vorteile – wenn die richtigen Strategien genutzt werden.

Das Sammeln von Meilen ist also nicht mehr für alle uneingeschränkt attraktiv, doch wer sich gut informiert, gezielt sammelt und flexibel bleibt, kann weiterhin profitieren.

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